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Aus meiner Sicht ist noch das folgende wichtig:
In einer Hütte oder Kuppel wird oft hohe Luftfeuchtigkeit
erreicht. Das wirkt sich ungünstig aus (Rostbildung), u.a. auch
auf die Häufigkeit des Trockenmittelwechsels der CCD's. Auch "hygroskopische"
Elemente wie Gitter verschmutzen schneller (bevorzugte Bildung von Tau
an scharfen Kanten wie den Gitterfurchen). Mein Spektrograph bleibt immer
in der Sternwarte am Teleskop montiert, weshalb ich innerhalb weniger
Minuten bei aufreißendem Himmel spektroskopieren kann. Ich bin also daran
interessiert, die relative Luftfeuchte nicht in die Nähe des Taupunktes
(100%) kommen zu lassen.
Deshalb läuft in meiner Kuppel bei Temperaturen über 10°C ("Sommerbetrieb")
ein physikalisch wirkender Lufttrockner
(Kompressor, LUFTENTFEUCHTER TEC10E , ca. 170 Euro), der das Niveau
der rel. Luftfeuchte auf einem einstellbaren Sollwert senkt (guter Kompromiß
70%). Es fallen wöchentlich durchschnittlich etwa 5 l Kondensat an (das
als aqua dest im Haushalt verwendet werden kann). Der Stromverbrauch bewegt
sich bei 10 bis 20 Euro/Monat. Seit ich den Trockner installiert habe,
brauche ich die Trockenmittel der CCD's kaum noch zu wechseln: z.B. seit
einem Jahr nicht mehr in der ST4 (die hat einen inneren Ring aus Zeolithen
als Trockenmittel) und seit 9 Monaten nicht in der Sigma 1603ME (länger
habe ich sie noch nicht).
Bei Temperaturen unter 10°C ist der Lufttrockner aus physikalischen Gründen
nicht mehr sinnvoll zu betreiben, unter 5°C schaltet er sich sogar
wegen der Vereisungsgefahr des Luftwärmetauschers automatisch ab . Deshalb
verwende ich in den kalten Monaten statt des Trockners einen Heizlüfter,
der die Temperatur auf etwa 5 bis 10°C hält. Auch dadurch wird die rel.
Feuchte der Innenluft der Kuppel weit genug abgesenkt. Eine Temperaurerhöhung
von 5°C gegenüber der Außenluft (mit max. 100% Luftfeuchte) genügt.
Die Luftfeuchtigkeit habe ich durch ein entsprechendes Meßgerät in der
Sternwarte unter Kontrolle (Außenfühler einer elektronischen Wetterstation).
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